Politische Forderungen

Menschenhandel ist eine grobe Verletzung der Menschenrechte und Menschenwürde. Es müssen politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Menschenhandel besser zu bekämpfen und Betroffene besser zu schützen und zu unterstützen.

In den letzten Jahren wurde erreicht, dass:

  • in Baden-Württemberg ein Kooperationsleitfaden zur Verbesserung des Opferschutzes und der Strafverfolgung bei Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung entwickelt wurde
  • ein Opferfonds zur Unterstützung von Betroffenen EU- BürgerInnen vom Land Baden-Württemberg installiert ist
  • die drei Fachberatungsstellen vom Land Baden-Württemberg durch Mittel finanziell unterstützt werden. Dafür bedanken wir uns herzlich.
  • Regelmäßig ein „Runder Tisch Menschenhandel" im Sozialministerium stattfindet, bei dem sich relevante Institutionen aus Praxis, Justiz und Politik zum Thema vernetzen.

Wir fordern von der neuen Landesregierung weiterhin:

  • Betroffenen von Menschenhandel, die sich als Zeuginnen in einem Strafverfahren zur Verfügung stellen, auch nach dem Verfahren tragfähige Perspektiven zu bieten. Dies bedeutet ein gesicherter Aufenthaltsstatus, gesicherter Zugang zu sozialrechtlichen Leistungen sowie Zugang zu Qualifizierungsmöglichkeiten und zum Arbeitsmarkt. Nur das trägt zu einem nachhaltigen Opferschutz bei.
  • ausreichende und gesicherte Finanzierung der Fachberatungsstellen in Baden-Württemberg
  • Die Sicherung des Opferfonds des Landes Baden-Württemberg, um Betroffenen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen
  • Die Abschiebepraxis von Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden, zu überprüfen

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