Tagung Arbeitsausbeutung in Europa

Einladung zu einer Tagung, die das FIZ im Rahmen eines EU Projektes durchführt:

Arbeitsausbeutung in Europa – und wir schließen die Augen?

7. – 9. Juni 2013, Evangelische Akademie Bad Boll

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Zur Anmeldung

 

Zielgruppe:

Beratungsstellen, Gewerkschaften, mit Arbeitsrecht befasste Richter/innen, Rechtsanwälte/innen, Staatsanwälte/innen, Polizei, Zoll, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Betroffene, alle, die sich mit den Themen Migration, Arbeitsmigration oder Migrationspolitik beschäftigen

Arbeitsausbeutung geschieht mitten unter uns, doch meist im Verborgenen:

Spezialitäten-Köche im Asia-Restaurant, Küchenhilfen im Café, Bauarbeiter auf Großbaustellen, Pflegerinnen in Privathaushalten, Erntekräfte in der Landwirtschaft …  Sie arbeiten schwarz, ohne Versicherung, ohne Sicherheitsmaßnahmen, mit viel zu vielen Arbeitsstunden für viel zu wenig Lohn.
Manche zahlen dafür hohe Vermittlungsgebühren, werden wie Tiere in Matratzenlagern eingepfercht und um ihren Lohn betrogen.
Vermittlungsagenturen werden dabei reich.

Doch wir alle schließen davor die Augen, denn wir profitieren davon. Durch Arbeitsausbeutung können viele Produkte und Dienstleistungen billig angeboten werden, was Vorteile im Wettbewerb bringt. Auch die Politik scheint froh, dass 150.000 schwarz arbeitende Osteuropäerinnen unseren Pflegenotstand lindern und bei Großbaustellen die Ausgaben verringert werden können.

Mit dieser Tagung wollen wir den Blick auf die „im Dunkeln" richten und genauer hinsehen, was Betroffene erleben.

Mit Fachleuten aus Deutschland, Rumänien und von der EU beleuchten wir Ursachen und Hintergründe von Arbeitsausbeutung.
Wir überlegen, was wir tun können - z.B. in den Bereichen Prävention, Beratung, Durchsetzung von Rechten und durch europaweite Vernetzung.
Wir erörtern, welche Schritte in Politik, Gesellschaft und Kirche notwendig sind, um dem Skandal der Ausbeutung etwas entgegen zu setzen.

 

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